Was ist Proxmox?
Proxmox VE (Virtual Environment) ist eine Open-Source-Plattform für den Betrieb virtueller Maschinen und Container auf eigener Hardware, entwickelt von Proxmox Server Solutions in Wien. Sie deckt Clustering, Live-Migration, Software-defined Storage und integriertes Backup ab, ohne Lizenzkosten pro Prozessorkern. Seit die Übernahme von VMware durch Broadcom die Lizenzpreise stark steigen ließ, ist Proxmox die Standard-Alternative für kleine und mittlere Umgebungen.
Was es ersetzt
Für typische Umgebungen mit zwei bis zehn Hosts deckt Proxmox VE ab, wofür Unternehmen bisher VMware ESXi und vSphere eingesetzt haben: virtuelle Maschinen, Hochverfügbarkeit, Live-Migration zwischen Hosts, Snapshots und Backup-Integration. Es baut auf Debian Linux mit KVM für VMs und LXC für Container auf, alles ausgereifte und breit eingesetzte Technik.
Was es kostet
Die Software selbst ist kostenlos und voll funktionsfähig. Für den Produktivbetrieb empfiehlt sich eine Subscription für das stabile Enterprise-Repository und Support, abgerechnet pro CPU-Sockel und Jahr (ab rund 115 Euro). Die eigentlichen Kosten liegen woanders: kompetente Einrichtung, Storage-Design und laufender Betrieb, und das gilt für jede Virtualisierungsplattform.
Migration in der Praxis
Bestehende VMware-VMs lassen sich mit Standardwerkzeugen importieren. Die eigentliche Arbeit liegt drumherum: Storage planen (ZFS oder Ceph), den Cluster dimensionieren, Backup und Restore auf der neuen Plattform testen und Host für Host mit Rückwegoption migrieren. Sauber umgesetzt merken die Nutzer vom Wechsel nichts.
FAQ
Häufige Fragen.
Ist Open Source sicher genug für den Produktivbetrieb?
Proxmox VE ist seit 2008 im Produktiveinsatz, mit Enterprise-Repository, bezahlbarem Support und einer sehr großen installierten Basis. Die Komponenten darunter (Debian, KVM, ZFS) tragen große Teile des Internets. Das Risiko ist nicht die Reife der Software, sondern ein Betrieb ohne Betreuung.
Verlieren wir Funktionen gegenüber VMware?
Bei den Funktionen, die mittelständische Umgebungen tatsächlich nutzen, nein: Clustering, Hochverfügbarkeit, Live-Migration, Snapshots und Backups sind abgedeckt. Einzelne Nischenfunktionen großer Enterprise-Umgebungen unterscheiden sich, und genau deshalb beginnt die Entscheidung mit einer Bestandsaufnahme dessen, was Sie wirklich einsetzen.
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